Angriff auf die Anthroposophie


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Thomas Steininger im Gespräch mit Jens Heisterkamp

Die Anthroposophie ist ein lebendiger Teil der deutschen spirituellen und ökologischen Gegenwartskultur. Man ist erstaunt, in wie vielen Bereichen Anthroposophen unsere Gesellschaft oft auf eine sehr positive Weise mitgestaltet haben. Waldorfschulen haben sicher ihre Schwächen, aber trotzdem werden sie von vielen kritischen Eltern als willkommene, menschlichere Unterrichtsform gegenüber dem staatlichen Schulsystem bevorzugt. Demeter ist vielleicht das anerkannteste biologische Gütesiegel. Das ethische Bankwesen wird stark von der GLS Bank geprägt und selbst die oft als vorbildhaft gesehene Arbeitskultur beim dm-Markt hat hier ihre Wurzeln. Rudolf Steiner, neben Sigmund Freud und Edmund Husserl einer der ersten Vertreter einer phänomenologischen Wende in der europäischen Geistesgeschichte (Alle drei haben bei dem Wiener Philosophen Franz Brentano studiert), hat auch ganz eigentümliche und abwegige Seiten. Vieles davon hat mit seiner Nähe zu Theosophie zu tun. Dieser oft seltsam geniale Denker und Praktiker war einerseits ein früher Kritiker des technischen Zeitalters, andererseits auch ein fruchtbarer Boden für manche Verschwörungstheoretiker und Wissenschaftsfeinde.

Wer dieser Tage die Leitmedien der deutschen Medienlandschaft beobachtet, muss feststellen, dass es gerade eine regelrechte Kampagne gegen die Anthroposophie gibt. Wahrscheinlich hat das mit der Rolle mancher prominenter Anthroposophen in der verschwörungstheoretischen Querdenker-Szene der Coronazeit zu tun. Wie gefährlich ist die Anthroposophie? Und wie gefährlich ist die Verketzerung alternativer Denkversuche durch Vertreter einer vielleicht fundamentalistischen Wissenschaftsgläubigkeit?

Dr. Thomas Steininger spricht mit Dr. Jens Heisterkamp, Herausgeber des Info3 Magazins, einem der bekanntesten Vertreter einer aufgeklärten und wissenschaftsoffenen Anthroposophie in Deutschland über den aktuellen Angriff auf die Anthroposophie.