Eine Kultur der Achtsamkeit


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Prof. Harald Walach
Thomas Steininger und Prof. Harald Walach

Der klinische Psychologe, Philosoph und Wissenschaftshistoriker Harald Walach ist einer der profiliertesten Stimmen in Deutschland für einen neuen Dialog zwischen Wissenschaft und Spiritualität. Prof. Walach: „Wenn wir davon ausgehen, dass unser Geist oder unser Bewusstsein und unsere körperliche Wirklichkeit, also unser Leib, unsere Gehirnfunktionen, Ausdruck ein und der selben Wirklichkeit sind, also komplementäre Erscheinungsformen der Wirklichkeit, dann haben wir im Prinzip zwei Zugangswege zu dieser Wirklichkeit:
Den einen hat unsere Wissenschaft seit etwa 700 Jahren immer weiter ausgebaut. Er führt über die Sinne zur Erfahrung der äußeren Wirklichkeit. Unsere wissenschaftliche Methodik hat uns gelehrt, sie immer besser gegen Irrtum zu schützen und immer tiefer in die Natur der materiellen Realität einzutauchen. Den anderen Weg, den über das Bewusstsein, haben wir in der westlichen Welt nicht wirklich systematisch gepflegt.“

Der Weg des Bewusstseins ist ein Weg der Achtsamkeit: “Wenn wir eine Kultur der Achtsamkeit und der Wendung des Bewusstseins nach innen gesellschaftlich installieren, dann wird die Erfahrung allseitiger Verbundenheit stärker Allgemeingut werden, als sie das jetzt ist. Dann wird es vielleicht möglich sein, Ersatzwerte und -bedürfnisse wie Kontrolle, Besitzenwollen, besondere-Stellung-haben-wollen durch tiefere Werte zu ersetzen: Einfühlungsvermögen und Mitgefühl, Vertrauen und Zuverlässigkeit, Wahrhaftigkeit und Treue, um ein paar alte Begriffe zu aktivieren.“

Thomas Steininger spricht mit Prof. Harald Walach über die Rolle der Achtsamkeit in einer neuen Kultur.