Die Kraft des Bösen


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Thomas Steininger und Michael Gleich im Gespräch
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Hat Sie unsere Schlagzeile aufmerksam gemacht? So funktioniert negativer Journalismus. Mittlerweile zeigen auch die Sozialen Medien die Kraft der negativen Schlagzeilen. Die Lust am Skandal, an der Katastrophe, erreicht ganz neue Dimensionen. Michael Gleich, ein Journalist, der auch für die Zeit, für GEO, den Stern und andere große Magazine schreibt, ist ein Pionier des konstruktiven Journalismus. Er schreibt über Phänomene der Kraft des Negativen aus eigener Erfahrung: „Seit 15 Jahren berichte ich aus Kriegs- und Krisenregionen. Dort erlebe ich viele Grausamkeiten, die sich Menschen antun. Zunächst konnte ich sie nur außen sehen, in Soldaten, Folterern, Vergewaltigern, in Übereinstimmung mit meinem Selbstbild als friedlicher Mensch mit staatlich geprüftem Gewissen. Es war wie ein Schock zu erkennen, wie viel Gewalt auch in mir ist. Ein Schlüsselerlebnis war, als mir in Nigeria nach einem Massaker, bei dem in einer Nacht fast 500 Menschen getötet worden waren, Fotos der Leichenberge angeboten wurden. Der erste Reflex: Wow, das wertet die Reportage auf! Ohne Mitgefühl für die Toten. Vorbei war es mit der Illusion vom Parade-Pazifisten. Projektion nennt die Psychologie den Vorgang, bei dem Menschen ungeliebte Persönlichkeitsanteile hinauswerfen auf eine Leinwand namens Welt, weil es ihnen unerträglich erscheint, sie in sich zu wissen. Projektion ist auch bei vielen politischen und sozialen Bewegungen im Spiel, deren Vertreter alles Schlechte dieser Welt weit weg von sich verorten, um es dort aggressiv zu bekämpfen. Das Banale am Bösen ist: Es nistet sich überall dort ein, wo sich Unbewusstheit breitmacht.“

Thomas Steininger spricht mit Michael Gleich über die Kraft des Konstruktiven, über seine neue Initiative Culture-Counts-Foundation und den Global Peacebuilders Summit.

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Ein Gedanke zu “Die Kraft des Bösen

  1. Für mich eine der besten Sendungen. Ich konnte mit allem mitgehen. Da ich selbst als Journalistin gearbeitet habe, kannte ich vieles aus eugener Erfahrung. Mir wurde beim Zuhören klar, wieviel ich in dieser Zeit, als innere Arbeit für mich noch ein Fremdwort war, von innen nach außen projizierte, wie weit ich in meinem negativen Weltbild gefangen war. Letzten Endes brachte mich das dazu, wenn damals noch unbewusst das journalistische Umfeld zu verlassen. Danke für diese Erkenntnis.

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