Man sieht nur, was man weiß


Wir stellen alle unsere Radiosendungen kostenfrei zur Verfügung.
Unterstützen Sie uns mit einer Spende.
Schon ein kleiner Beitrag hilft Radio evolve.
Danke.
.
Wenn Sie eine Spende als normale Überweisung vornehmen möchten, so erreicht uns das unter:
emerge bewusstseinskultur e.V.
IBAN: DE11 4306 0967 6028 9037 00
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Spende Radio evolve
.
.
Thomas Steininger und Jaana Prüss
.
«Man sieht nur, was man weiß», bemerkte Johann Wolfgang von Goethe. Sehen wir aber tatsächlich nichts, wenn wir nichts wissen? Die bildende Kunst und die menschliche Fantasie im Allgemeinen versuchen immer wieder, über ihre Grenzen hinaus das Unsichtbare zu zeigen – sichtbar zu machen. Was jenseits des Darstellbaren ist, wird so zur Kunst des Darstellens. Künstlerische Fragestellungen beschäftigen sich heute mit sozialen, ökologischen und gesellschaftlichen Themen, Künstler/innen agieren als Forscher, sie sensibilisieren uns für Themen, stellen Fragen und stellen in Frage. Künstler dokumentieren, archivieren, bewahren, forschen und entwickeln, verändern unsere Wahrnehmung und ermöglichen neue Sichtweisen.

Jaana Liisa Prüss interveniert mit ihrer Kunst auf der Strasse oder im Wald. Sie fährt mit einem
„Küchenmobil“, einem E-Bike mit integriertem Küchenmodul, in die Orte, in denen die Wildkräuter wachsen, organisiert den Markt der Fähigkeiten(ausgehend von Josef Beuys These »KREATIVITÄT = KAPITAL«) und zeigt, wie man Dinge auf den Markt bringt, die die man nicht kaufen kann,

oder zeigt mit ihrer Beteiligung am Projekt ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN! Expeditionen in Ästhetik & Nachhaltigkeit.
Thomas Steininger spricht mit Jaana Liisa Prüss über ökologische Kunst und die Kunst, das Unsichtbare zu zeigen.
.





Ein Gedanke zu “Man sieht nur, was man weiß

  1. Die gesellschafts verändernde Kraft der Kunst wird in diesem Beitrag deutlich. Ich denke Irritation und Kontrasthandeln quasi im Schutzraum der Kunst sind wichtige Werkzeuge in der Veränderung von Bewusstsein. Wenn es um das Sehen und die Entwicklung von Wahrnehmungsorganen geht, sind andere Sparten der (bildenden) Kunst auf andere Weise wirksam. Ich denke an die Unterscheidung von identifizierendem und schauendem Sehen, wie sie beispielsweise der Philosoph Bernhard Waldenfels vornimmt. Ein schauendes Sehen kommt mit Unbestimmtheit klar und stellt an die Stelle des „das bedeutet jenes“ eine lebendige, deutungsoffene Erkenntnisgestalt. Diese Art zu sehen kann uns Kunst lehren, die Sinnlichkeit zum Beispiel durch Malerei oder Installation gestaltet. Ich möchte z.b. An James Turell, Marc Rothko oder Anish Kapoor erinnern. Wenn es durch Kunst gelingt, fluidere Wahrnehmungs- und Denkfähigkeit zu entwickeln, könnte sich Gesellschaft und Welt verändern …. vielleicht … 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Besuchen Sie uns auf Facebook
ANZEIGEN